Skyline_DiePartei

Die Partei Duisburg

Zoo Zajac

Jeder Duisburger kennt ihn: Den korpulenten Inhaber von Zoo Zajac. Sein Name dagegen ist kaum jemandem bekannt. Die einen nennen ihn Jabba the Zac, die anderen Zajac den Hutten. Wenn man „das größte Zoogeschäft der Welt – in Duisburg-Meiderich“ besucht, also den Palast von Zajac dem Hutten, dann wird man dort mancherlei exotische Tiere erblicken, die aus allen Teilen der Galaxie zusammengefangen wurden und ein klägliches Dasein in viel zu kleinen Käfigen fristen. Ein Faultier wurde dort bereits gesehen, ein riesiger Felsenpython und natürlich auch der berüchtigten Rancor aus Star Wars Episode IV. Der Inhaber des Palastes hingegen lässt sich auf einem kleinen Antigravitationsroller durch sein ausgedehntes Etablissement gleiten, denn aufrecht zu gehen vermag er offenbar nicht. Zumindest habe ich noch nie jemanden getroffen, der mir berichtet hätte, er habe Zajac den Hutten jemals laufen oder vielmehr kriechen sehen. Warum das so ist – nun dafür gibt es sicher viele Hypothesen. Die drei naheliegendsten werde ich hier aus Gründen der Übersichtlichkeit noch einmal aufführen:

1. Er hat einfach keine Lust zu laufen.
2. Er will seinen Mitarbeitern zeigen, dass er ein besonders erhabenes und mächtiges Wesen ist und in der Nahrungskette über ihnen steht.
3. Als die Urversion von Zoo Zajac gedreht wurde, war der Inhaber ein fetter Typ mit Pelzweste, der in der digitalen Nachbearbeitung einfach durch das schneckenartige Ungeheuer ersetzt wurde, dass wir heute kennen und das schlicht und ergreifen nicht laufen kann.

Echte Zajac-Fans werden mir jetzt wahrscheinlich widersprechen – und ich muss gestehen, dass ich mich nicht sehr gut auskenne im Zajac-Universum. Ich höre ja nur Gerüchte aus den Medien, die mein teils lückenhaftes Wissen über „das größte Zoogeschäft der Welt – in Duisburg-Meiderich“ vielleicht entschuldigen. So vernahm ich beispielsweise ein gewaltiges Tamtam in den Medien, als Zajac der Hutte verkündete, dass er in Zukunft in seinem Palast Hunde verkaufen wolle. Das Verkaufen von Hunden in Zoogeschäften gehört ja nach vielerlei Meinungen in eine Zeit, als man Menschen zur Ader lies um alle möglichen Wehwehchen zu heilen, als die Bürger noch krebserregendes Asbest in ihr trautes Heim einzubauen pflegten und in der man Giftmüll einfach hinter dem Haus in das nahe Bächlein kippte. Väter und Mütter kauften damals den Promenadenmix, weil dieser einen so traurig aus dem Schaufenster des Zoolädchens ansah und die Kinder greinten, wenn sie das liebe Tier nicht herzender Weise mit nach Hause nehmen und es hegen und pflegen durften – bis die Ferien kamen und man das nervige Vieh an der nächsten Autobahnraststätte aussetzte.

Die Zeiten haben sich allerdings geändert. Zur Ader lassen einen heutzutage nur noch Heilpraktiker, Asbest wurde durch Glaswolle ersetzt und den Giftmüll verkloppen wir heutzutage lieber direkt beim Erzeuger in China. Auch das Zoolädchen um die Ecke gibt es nicht mehr, es wurde geschluckt und eingegliedert ins Zajac-Imperium. Und Zajac ist einfach besser. Konnten Tierschützer die kleinen Zooladenbesitzer einschüchtern und so zu ihrem Untergang beitragen, lässt sich ein Jabba the Zac von niemandem Angst und Bange machen. Hunde die isoliert von menschlicher Nähe und Führsorge in Zajacs Palast aufwüchsen und deshalb in ihren Käuferfamilien nicht so recht Anschluss fänden, würde der großherzige Antigravitationsrollerfahrer einfach wieder zurücknehmen – und das obwohl Tiere eigentlich vom Umtauschrecht ausgeschlossen sind. Bravo – das ist doch eine rosige Zukunft. Wer den kahlrasierten Zwergpinscher in Star Wars Episode I gesehen hat, weiß ja was mit solchen Rückläufern passiert. Jabba the Zac nimmt sie in sengender Hitze zu sich auf den Balkon seiner Wüstenrennbahn und beobachtet ein Pod-Rennen. Wenn allerdings der Pod-Racer, auf den er all sein Geld gesetzt hat verliert, dann beißt er dem armen Hund einfach den Kopf ab und verschluckt ihn. Problem gelöst à la Zajac.

Ein weiterer Fall der seit vorgestern in den Medien (Na gut, wenn man die WAZ als Zeitung durchgehen lässt) für Schlagzeilen sorgt und der sicherlich mein Bild über den Hutten prägen wird, ist der der 18-jährigen Schülerin Simone K. (der Name wurde von der Partei verändert). Simone K. gab angeblich vor Gericht an, Zajac der Hutte habe sie am Arbeitsplatz sexuell belästigt. Da frage ich mich doch glatt, wie er das angestellt hat. Oder zumindest wie er überhaupt an sie herangekommen ist. Ich meine es ist ja gar nicht so einfach als riesige Schnecke einen Humanoiden… Aber egal, lassen wir das. Das folgende Interview aus erster Hand mit der Schülerin Simone K. gibt sicher mehr Aufschluss als mutmaßende Spekulationen:

Simone K.: „Also ich habe mich ja schon etwas gewundert, als wir die erste Mitarbeiterbesprechung bei Zoo-Zajac hatten.“

Die Partei Duisburg: „Wie meinen Sie das? Erklären Sie sich genauer!“

Simone K.: „Das wollte ich doch gerade eben, wenn sie mich nicht unterbrochen hätten.“

Die Partei Duisburg: „Oh Entschuldigung, fahren Sie ruhig fort!“

Simone K.: „Hihi, okay. Also was mich verwunderte war, dass überhaupt keine männlichen Mitarbeiter zu dem Gespräch eingeladen waren, nur der dicke Zajac und sein Bruder.“

Die Partei Duisburg: „Was? Das ist ja skandalös. Gibt etwa keinen Gleichstellungsbeauftragten bei Zoo-Zajac?“

Simone K.: „Doch den gibt es. Das ist doch der Bruder vom dicken Zajac, aber den kann keiner leiden, weil er immer nach Fisch stinkt. Aber das war doch nicht skandalös. Skandalös sind vielmehr unsere Arbeitsklamotten, die wir beim Putzen des Lagers tragen müssen. Sie sind einfach nicht mehr zeitgemäß, mit Gold und total knapp. Ganz so wie das Outfit von Prinzessin Leia aus Star Wars, als sie von Jabba gefangen gehalten wird.“

Die Partei Duisburg: „Also wenn das nicht skandalös ist…!“

Simone K.: „Ja genau, voll unmodern. Ein regelrechter Mode-Fauxpas.“

Die Partei Duisburg: „Und was ist dann passiert? Sind Sie etwa alle betoucht worden?“

Simone K.: „Nein so ein Quatsch. Jetzt unterbrechen Sie mich doch nicht immer. Natürlich sind wir nicht betoucht worden. Die Zajacs haben uns daraufhin lediglich mit Papierschnitzeln überschüttet und diese dann aufgelesen.“

Die Partei Duisburg: „…“

Simone K.: „Gucken sie doch nicht so. Manchmal hat der Zajac uns auch gezeigt, wie man einen Spachtel richtig benutzt. Dabei konnte er damit ja selber nicht umgehen. Der ist ihm nämlich oft in die Hose gerutscht und dann musste ich ihn suchen. Ich war eben seine Kuschelmaus. Der Zajac war schon ein ganz feiner.“

Die Partei Duisburg: „Ja aber, wie ist es dann überhaupt zu der Anzeige gekommen?“

Simone K.: „Also das war so, der Zajac hat mir bei der Spachtelsuche einmal einen Fingernagel abgebrochen und dann habe ich ihm angedroht ihn auf Schadenersatz zu verklagen. Aber er hat nur gelacht und mir an die Brust gegrapscht. Der Richter wollte mir aber gar nicht richtig zuhören. Er meinte, es sei skandalös wie ich behandelt worden bin und hat mir 3000 Euro zugesprochen. Da habe ich mich total gefreut. 3000 Euro für neue Nägel, das ist doch was.“

Die Partei Duisburg: „Ja, äh. Das ist in der Tat skandalös.“
(Das vorangegangene Interview wurde von der Partei verändert) Ihr Benjamin Bäder.

Continue Reading

Gerhard Mercator

Es ist das Jahr 1541 – eine spanische Galeone fährt über die stürmische See. Da entdeckt einer der Matrosen eine tückische Anomalie, auf die das Schiff genau zusteuert. Das Wasser kräuselt sich und weiße Schaumkronen tanzen auf den Wellen. Riesenhafte Wogen peitschen hunderte Wassertopfen empor, die tosenden Wassermassen beschwören ein lautes, nicht enden wollendes Donnern herauf. Es sieht beinahe so aus, als täte sich ein breiter Wasserfall vor dem Schiff auf, nur dass sich dieser inmitten des Meeres befindet. Die abergläubischen Seeleute geraten in Panik. Sie setzen die Segel und versuchen in die entgegengesetzte Richtung zu steuern. Doch der Sog des Wassers reißt das Schiff fort. Erst jetzt wird den Matrosen ihr Schicksal bewusst: Sie sind an den Rand der Welt gesegelt und stürzen in die dunkle Untiefe, die die ganze Erdscheibe umgibt. Sie schreien und zetern, einige beten, andere fluchen. Einer versucht sogar das letzte Mal in seinem Leben zu onanieren. Nichts hilft.
Doch plötzlich erfindet Gerhart Mercator den Globus. Die starren Ränder der Erde wölben sich nach unten. Die scheibenförmige Welt wird zu einer Kugel. Das Meer glättet sich und das Wasser, das eben noch in die Tiefe stürzte, wird jetzt zu einem gigantischen Ozean, der beinahe die komplette Erdkugel umgibt. Mit einem Mal ist es still an Bord der Galeone. Die Matrosen die gerade lauthals um ihr Leben gebangt haben, sehen sich schweigend an. Dann ergreifen sie denjenigen, der versucht hat sich einen runter zu holen, ziehen ihm einen Sack über den Kopf und werfen ihn über Bord, da er gegen die guten Sitten verstoßen hat.

Ja, so war das damals eben.

Gerhart Mercator, in Duisburg allgegenwärtig, der vermeintliche Erfinder der Weltkugel, Namenspatron der Mercator-Grundschule, der Mercator-Halle, des Mercator-Platzes, des Mercator-Mineralwassers, des Mercator-Brunnens, der Mercator-Sonderausstellung, des Mercator-Verlages, des Mercator-Gymnasiums, der Mercator-Haltestelle, der Mercator-Insel, des Mercator-Waisenhauses für manisch-depressive Künstlerkinder, des Mercator-Schlachthauses, der Mercator-Bodysuits für Sie und Ihn, der Mercator-Waschlappen, der Mercator-Antiaging-Creme, der Mercator Hinkelstein GmbH und Co. KG und der komischen globusförmigen Nudeln mit dem Namen Mercatorlini.
Wer hätte gedacht, dass dieser strahlende Held, der die Erde für uns rundete, sodass die niemand mehr hinunterpurzeln kann, in Wirklichkeit überhaupt nicht aus Duisburg stammte, sondern aus einem Kaff aus Belgien, das heute an der niederländischen Grenze liegt. Sein Name war auch nicht Mercator, sondern De Kremer, und den Globus hat er auch nicht erfunden.
Ja, ja so sieht die traurige Wahrheit aus.

Warum heutzutage niemand die Geschichte kritisch hinterfragt sollte verwundern. Denn eigentlich müsste man Gerhart Mercator postum abschieben. Was will Duisburg bitteschön mit einem niederländisch/belgischen Religionsflüchtling? Ich habe darauf keine Antwort. Aber wenn er schon nicht abgeschoben wird, dann sollte man doch wenigstens alle Mercator-Schulen und sonstige Namenspatenkinder wieder in De Kremer umbenennen und dann am besten eindeutschen. Die Krämerschule – klingt doch hübsch oder? Na gut, nicht unbedingt hübsch, aber deutsch. Außerdem passt es zum Stadtkonzept, denn es gibt ja doch eine ganze Menge 1-Euro-Krämerläden in der sonst so kahlen Innenstadt. Doch so etwas wird die Propagandaabteilung unserer Stadt sicher nicht gutheißen. Der ehemalige Kulturdezernent Karl Janssen nannte Mercator jedenfalls in einem Interview mit der WAZ einen „Sohn der Stadt“. Ich weiß nicht woher Karl Janssen seine Kinder sonst so her bekommt. Vielleicht hat er ja auch einige aus China vertriebene tibetische Mönche bei sich zuhause aufgenommen oder einen halbverhungerten Sohn aus Eritrea adoptiert. Kinder ohne Sex, genau das richtige für einen keuschen CDU-Politiker. Außerdem haben Angelina Jolie und Brad Pitt ihre Familie ja nach einem ähnlichen Konzept zusammengestellt. Aus jedem Teil der Erde ein Kind. Das ist Globalisierung. Das ist modern. Und modern kann die CDU gut gebrauchen.
„Hallo Karl Janssen habt ihr auch schon einen Eskimo?“
„Nee Angelina, aber dafür haben wir zwei Aborigines.“
„Oh, wollt ihr einen Aborigine gegen einen Mohawk tauschen?“
„Gerne, gerne, ich habe gehört die sind vom Aussterben bedroht. Immer her damit, damit kann ich meine politischen Nachbarn ärgern. Wenn sie sehen, wie liberal und weltoffen ich bin, werden sie vor Neid platzen. Die haben nämlich nur einen türkischen Facility Manager der Cem Özdemir heißt.“

Auch der gegenwärtige Duisburger SPD-Oberbürgermeister Sören Link und das Syndikat, das er hinter sich installiert hat, machen keine Ausnahme. Zelte müssen her, die Exoten – wenn auch nicht eingeladen – sollen sich schließlich zuhause fühlen. Sören Link ist es egal ob es sich um Syrer, Sinti und Roma oder Indianer handelt – solange er im Winter in seinem gut geheizten Rathaus sitzt.
Denn anders als Brad Pitt und Angelina Jolie nimmt Sören Link für seine Schutzbefohlenen nicht sehr viel Geld in die Hand. Warum auch? Es sind ja nicht seine Kinder.
Wenn irgendeiner der Asylanten eine tolle Erfindung macht oder später damit in Verbindung gebracht wird, kann er ja immer noch postum von der Stadt adoptiert werden wie Gerhard Mercator. Also vielleicht in vierhundert Jahren. Und dann benennt man sicherlich auch eine Straße nach dem bis jetzt anonymen Einwanderer. Dann kann Sören Link ihm postum gratulieren. Und beide werden postum die Mercatorstraße entlangfahren und danach die Straße, die nach dem Asylanten benannt wurde. Und beide werden dann postum darüber lachen, dass Sören Link ihn damals in einem Zelt unterbringen wollte. Und beide werden postum Mercatorlinis zusammen essen. Und Sören Link wird vielleicht postum als guter Bürgermeister in Erinnerung bleiben, genau wie Gerhard Mercator als Sohn der Stadt und als Erfinder des Globuses in Erinnerung geblieben ist.

Ihr Benjamin Bäder

Continue Reading

Martin Rütter

Jeder kennt ihn: Den Hund, den besten Freund des Menschen. Und jeder weiß, dass ganz tief in den Biestern drin ein natürliches Verständnis für die Begriffe „Sitz!“, „Platz!“, „Bei Fuß!“ und „Aus!“ steckt. Manchmal muss man halt etwas lauter brüllen, aber im Grunde seiner Seele wartet der Hund nur darauf unsere Befehle treuherzig zu befolgen. Das ist ja auch logisch, einem Koalabären muss auch keiner beibringen wie man auf Bäume klettert und einem Krokodil wird nie erklärt wie man seine Beutetiere in mundgerechte Portionen zerteilt. Die Evolution hat das irgendwann so eingerichtet, Erziehung ist überflüssig – Punkt aus und Schluss.
Das sich diese Fakten im Fernsehen natürlich nur schwerlich verkaufen lassen dürfte allerdings auch allen klar sein. Deshalb haben findige Drehbuchautoren zu einer List gegriffen:

Ein Mann wirft ein Leckerli auf die Straße und lässt einen Golden Retriever von der Leine. Ein Auto hält mit quietschenden Reifen an, die fingierte Hundebesitzerin kreischt. Natürlich fängt der Kameramann die ganze Szene so ein, dass niemand das Leckerli sieht, denn dafür bezahlt Vox den Mann, genau wie die Schauspielerin die die Hundebesitzerin gibt oder den Rentner der für ein paar Stunden immer wieder mit dem Wagen ins Bild gerollt kommt, bis der Regisseur die Szene absegnet.
Cut.
Martin Rütter tritt ins Bild. Keiner merkt, dass er völlig verkatert ist und keine Hose trägt. Die Kamera zeigt eben nur das was der Kameramann will und Fernseher die nach Alkohol stinken gibt ja zum Glück noch nicht. Martin Rütter beginnt nun die Schauspielerin wüst zu beschimpfen. Sie habe keine Ahnung von Hunden und würde alles falsch machen. Dass die vermeintliche Hundebesitzerin überhaupt nicht anwesend ist interessiert niemanden. Irgendein Student, der ein unvergütetes Praktikum bei Vox absolviert, schneidet die beiden Szenen nachher so zusammen, dass es nicht auffällt.
Cut.
Der Regisseur nimmt das Leckerli von der Straße und steckt es in den Mund. Dicke Hunde will niemand sehen und Vox zahlt wirklich schlecht. Die Schauspielerin bellt einige Befehle wie „Sitz!“, „Platz!“ oder „Gib Pfötchen!“, der Hund befolgt es wie man es von ihm erwartet.
Cut.
An dieser Stelle sollte Martin Rütter nun die Besitzerin des Tieres loben, aber er reihert gerade in die Ecke seines luxuriös eingerichteten Apartments. Egal, der Cutterpraktikant wird die Szene einfach aus einer alten Folge kopieren und mit dem neugedrehten Material zusammenfassen, als sei alles glatt gelaufen. Am Ende wird wieder eine Folge von „Der Hundeprofi“ in der Flimmerkiste zu sehen sein und Martin Rütter ist der strahlende Held.

Wie konnte der Duisburger Rütter es mit solch infamen Lügengeschichten nur soweit bringen? Dafür gibt es sicher zwei Gründe: 1. Das Fernsehen war noch nie abgeneigt infame Lügengeschichten zu verbreiten. 2. Martin Rütter hat sich hochgeschlafen. Vermutlich mit Bettina Böttinger, Beweise gibt es dafür allerdings nicht. Aber einem Mann, der laut einem persönlichen Interview mit der neuen Osnabrücker Zeitung sogar seinen Hund mit ins Bett nimmt, ist alles zuzutrauen.
Was aber jedem klar sein sollte ist, dass es nicht mit natürlichen Dingen zugegangen sein kann, dass Martin Rütter derartig erfolgreich ist, denn Hunde wissen von alleine was man von ihnen erwartet und brauchen nicht erzogen werden. Ich habe es sogar gewagt ein eigenes Drehbuch für eine Serie zu entwerfen mit der man den Schwindler enttarnen könnte:

Duisburg Marxloh: Erkan geht gerade mit seinem Staffordshire-Schäferhund-Mix Tycoon auf dem kleinen Platz vor Mediamarkt spazieren. Der Hund hat Schaum an den Lefzen und obwohl Erkan Steroide schluckt seit dem er 14 ist kann er das Biest kaum bändingen.
Cut.
Der Kurde Baran hat gerade im hiesigen Spielkasino einen Kampfhund geschenkt bekommen, den eines seiner Laufmädchen in Zahlung genommen hat. Der Hund ist ein schwarzweißer Pitbull unbekannten Namens, der die Zähne fletscht und wild an der Leine reißt. Baran will gerade zu Peter Pomms legendärer Imbissstube, um sich Pusterbällchen zu kaufen, da biegt sein Erzfeind Erkan um die Ecke.
Cut.
Martin Rütter lehnt sich an eine Laterne gegenüber der Polizeiwache Marxloh. Der Kameramann zeigt die kaputte Flasche zu Rütters Füßen und dann den Wagen, der vor der Polizeiwache einen Wasserhydranten gerammt hat. Nachdem der Praktikant von RTL die Szene mit After Effects bearbeitet hat sieht man auch das Foto in Rütters Hand, das eine leicht bekleidete Bettina Böttinger zeigt. Plötzlich sieht Martin Rütter über den Rand des Fotos hinweg. Ein schwarzweißer Hund der laut knurrt kommt auf ihn zugewetzt. Hinter der Töle brüllt ein südländisch wirkender Typ „Pack ihn und reiß ihn in Stücke!“. Martin Rütter blickt sich nach einem Fluchtweg um. Da kommt vom Platz vor Mediamarkt ein weiterer Hund. Er ist braun und hat Schaum vorm Maul. Dahinter befindet ein Kerl mit breiten Schultern der „Tycoon, fass!“, schreit.
Cut.

Ich bin brennend auf Martin Rütters Reaktion gespannt und habe das Skript bereits an Vox und RTL geschickt. Leider ist es bisher nur ein Pilot, mir ist noch keine Idee für die zweite Folge der Serie in den Sinn gekommen. Vielleicht irgendwas über einen Hund, der Krücken apportieren oder Verbände wechseln kann. Ich weiß noch nicht.

Ihr Benjamin Bäder

Continue Reading

Zwangsumtausch Titanic vs Bild

10653409_782839375111008_6747202304840912942_nAm 8.11. wird erneut an alle Haushalte in der BRD ungefragt eine Bildzeitung zugestellt. Leider wird nicht mitgeteilt, was man mit diesem reaktionären Schmierblatt machen soll. Eine wünschenswerte Heizstoffspende nach Syrien / Irak kommt aus logistischen Gründen nicht in Frage, so dass sich Die PARTEI Duisburg mit ihrem Sponsor Titanic-Magazin eine praktikable Lösung des Papierproblems erdacht hat. Zum grossen Mauerevent am Abend des 08.11.2014 tauschen wir jede (in Worten: jede) “Gratisbild” gegen ein Faktenmagazin der Marke “TITANIC” um. Ohne wenn und aber! Machen Sie das Beste aus Ihrem Papiermüll, Mauerpropaganda (gratis) und bunten Witzheftchen (TITANIC). Lernen Sie mit uns den alten ostdeutschen Brauch des Zwangsumtausches kennen, ein heute weitgehend vergessener Ritus der SED Schreckensdiktatur (in der übrigens Leute wie Joachim Gauck und Manfred Stolpe für des Seelenheil der Bürger zuständig waren. Zum Glück lange vorbei). Das hat die Welt noch nicht gesehen und wir versprechen, dass sie das auch nie wieder sehen muss. ORT: Duisburg, Königstr./ Ecke Düsseldorferstr. ZEIT: Samstag, 08.11.2014 um 14:00 Uhr

Continue Reading

After-Work-Kaffeeklatsch No.3

10696462_733922326675042_8710451373101575636_n

Mal ne Tasse Tee schlürfen oder einen Keks knabbern? Wie jeden ersten Mittwoch  im Monat um 17:00, nun wieder in der Krümelküche, Johanniterstr. 28,  Duisburg.

Continue Reading

Amok!

10622335_663348433762215_1795704351_n

Amoklauf des Duisburger Oberbürgermeisters durch das Grundgesetz: Freiheit der Kunst? Egal, ich hau das weg. Was kommt als nächstes? Welchen neuen Anschlag plant der Irre? Gerüchten  zufolge geht es direkt gegen Art. 1 des Grundgesetzes und dann kommt der Rest dran!

 

Continue Reading
Continue Reading